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Galerie Ostendorff
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Hundertwasser_Portrait
F R I E D E N S R E I C H   H U N D E R T W A S S E R
(Foto: Hannes Grobe, 1998)

1928  
Am 15.Dezember in Wien geboren als Friedrich Stowasser
1928 Tod des Vaters, technischer Beamter und Offizier im Ersten Weltkrieg
1936 Ein Jahr Besuch der Montessorischule; im Zeugnis wird der -außergewöhnliche Farben- und Formensinn- betont
1938 Nach dem Anschluss Österreichs Zwangsübersiedlung in den 2. Wiener Bezirk, Obere Donaustraße, zu Tante und Großmutter
1943 Erste bewusste Buntstiftzeichnungen nach der Natur. In diesem Jahr werden 69 jüdische Familienangehörige mütterlicherseits deportiert und getötet, auch Tante und Großmutter
1948 Matura. November-Dezember an der Akademie der bildenden Künste in Wien bei Prof. Robin Christian Andersen. Eine Kampmann-Ausstellung in der Albertina und Schiele-Ausstellungen hinterlassen nachhaltigen Eindruck
1949 Beginnt ausgedehnte Reisen, Leopoldskron, Steiermark, Neapel, Norditalien, Toskana, Sizilien, wo er René Brô trifft und ihm nach Paris folgt. Entwickelt eigenen Stil. Nimmt den Namen Hundertwasser an.
1950 Aufenthalt in Paris bei Brô und Familie Dumage. Malt mit Brô zusammen zwei Wandbilder in Saint-Mandé. Ein Tag an der Ecole des Beaux-Arts, Paris
1951 Verbringt Winter und Frühjahr in Marokko und Tunis, wird im September Mitglied im Art Club Wien
1952 Erste Ausstellung im Art-Club Wien "Im Strohkoffer“. Kurze dekorativ-abstrakte Periode.
1953 Zweite Ausstellung in Art-Club Wien (99 Köpfe). Beeindruckt durch den Film „Images de la folie“ malt erste Spirale. Zweiter Parisaufenthalt. Malt in Impasse des Sureaux, St-Maurice bei Brô
1954 Während eines Spitalaufenthaltes (Gelbsucht) in Rom malt Hundertwasser viele Aquarelle, schreibt Theorie über den Transautomatismus und nummeriert seine Bilder
1955 Ausstellung bei Carlo Cardazzo in der Galleria del Naviglio in Mailand
1956 Mit Hans Neuffer in Schweden und als Matrose auf der SS Bauta von Söderhamn nach Hull. Veröffentlicht Text >>La visibilité de la création transautomatique>Hahnsäge< < im Waldviertel. Reise nach Uganda und in den Sudan
1968 Nacktreden für das Anrecht auf die Dritte Haut gegen die inhumane Architektur in München und Wien. Pressekonferenz, Verlesung des Manifestes „Los von Loos“ in Wien. Seereise mit der „San Giuseppe T“, der späteren „Regentag“ von Palermo nach Venedig. Aufenthalt in Berkeley, Kalifornien zum Beginn der Museums-Wanderausstellung, organisiert von Herschel B. Chipp im University Art Museum, Berkeley
1969 Beginn der zweijährigen Arbeit an der Graphik „Good Morning City“. Vertreten durch Hans Brockstedt, Hamburg. Arbeitet auf der „Regentag“ in der Lagune von Venedig
1972 Freundschaft mit Joram Harel. Demonstriert in der TV-Sendung „Wünsch dir was“ für Dachbewaldung und individuelle Fassadengestaltung. Manifest: „Dein Fensterrecht – Deine Baumpflicht“. Präsentation des Regentags –Films in Cannes, München und Wien. Seereise mit der „Regentag“ von Venedig nach Elba mit Antonio. Tod der Mutter
1973 Reise nach den Kapverdischen Inseln. „Baummieteraktion -Inquilino Albero-, organisiert von Giulio Macchi in der Via Manzoni in Mailand im Rahmen der Triennale di Milano
1975 Lässt sich in der Bay of Islands, Neuseeland , nieder. Briefmarke für Österreich:“Spiralalbum“, gestochen von Wolfgang Seidel, leitet die Serie -Moderne Kunst in Österreich- ein. Manifest „Humustoilette“. Beginn der Weltwanderausstellung mit Katalog: „Österreich zeigt den Kontinenten Hundertwasser“ im Musée d`art moderne, Paris und endet1983 in der City Art Gallery in Edinburgh. Segelt mit der Regentag durch die Karibik
1976 Segelt mit der „Regentag“ von Tahiti über Rorotonga nach Auckland. Reise nach Brasilien
1981 Jahresbeginn Reise mit Bro über Indien, Neapel nach Neuseeland. Am 14. Mai Übergabe des Großen Österreichischen Staatspreises für bildende Kunst (verliehen 1980) und Rede über die „falsche Kunst“. Österreichischer Naturschutzpreis. Vorträge über Umweltschutz und eine Menschen- und naturgerechtere Architektur in Köln, München, Frankfurt, Graz, Wien, Ostberlin, Hamburg
1982 Gestaltet als "Architektur-Doktor" die Rosenthal-Fabrikfassade in Selb um. Entwirft Umgestaltungsmodell der Kohlenwäsche in Hamm, Westfalen und kreiert -Zungenbärte- aus Keramik für die Fassade des Rupertinum-Museums
1983 Gründet ein Bürgerkomitee zur Erhaltung des alten Postgebäudes in Kawakawa in Neuseeland. Arbeit am Buch „Schöne Wege – Gedanken über Kunst und Leben“. Vortrag in der Royal Academy of Art, London. Grundsteinlegung des Hauses Löwengasse/Kegelgasse am 16. August. Schafft das Freiluftmodell „Hochwiesenhaus“ auf der IGA in München.
1984 TV-Sendung „Der Fall der Avantgarde“ mit Arik Bauer, Ernst Fuchs und Hrdlicka in München. Signiert in Spinea 10002 Exemplare von „Homo Humus“. Reise nach Neuseeland. Umweltschutzpreis der Stadt Goslar/Harz.
1985 Arbeitet das ganze Jahr auf der Baustelle Löwengasse/Kegelgasse und gleichzeitig am Buch „Das Haus“. Am 11. Juni Ernennung zum Officier de I`ordre des Arts et des Lettres durch den französischen Kulturminister Jack Lang. Jahresende Rückreise nach Neuseeland über Toronto, Los Angeles, Tahiti.
1986 Zahlreiche Aktivitäten in Zusammenhang mit seinem Vorschlag für die neue Nationalflagge für Neuseeland
1995 Erscheint eine von ihm konzipierte, in der Auflage streng limitierte Ausgabe der Bibel "Hundertwasser-Bibel". Die nach genauen Anweisungen von Friedensreich Hundertwasser gestaltete Bibel mit 1688 Seiten im Großformat (20 x 28,5 cm) ist mit dreißig von Hundertwasser eigens für diese Edition geschaffenen Collagen und weiteren rund fünfzig Kunstwerken bebildert, und keiner der handgefertigten Einbände ist wie der andere: Es handelt sich um Unikate.
2000 Auf der Rückreise von einem längeren Aufenthalt in Neuseeland stibt Friedensreich Hundertwasser am 19. Februar 2000 an Bord der "Queen Elizabeth II" an Herzversagen. Er wird in Neuseeland bestattet.