| 1870 |
10.2. geboren im elterlichen Hause in Frankfurt a. M., Oberlindau 15, als drittes Kind des Malers Eugen Johann Georg Klimsch (1839 - 1896) und dessen Ehefrau Anna Helene, geb. Burkard (1840 - 1917), getauft auf den Namen Georg Friedrich. Als zehnjähriger Schüler erste Anregung für den späteren Beruf durch den Patenonkel Fritz Schierholz, einen Frankfurter Bildhauer. Besuch des Realgymnasiums bis zur Versetzung in die Unterprima Ostern 1886. |
| 1886 |
Klimsch besucht seit dem Herbst die "Königliche Akademische Hochschule für die bildenden Künste zu Berlin". Ausbildung in der Zeichenklasse bei dem Maler Ernst Hancke und in der Modellierklasse bei Albert Wolff (1814 - 1892). |
| 1887 |
im Atelier entsteht eine erste bedeutendere Arbeit |
| 1887-90 |
Schüler von Fritz Schaper (1841 - 1919) |
| 1889 |
in einem Wettbewerb wird das Relief "Christus und Magdalena" (verschollen) mit dem ersten Preis ausgezeichnet. Klimsch erhält ein eigenes Atelier |
| 1893 |
Ausstellung des "Gefesselten" in der "Großen Berliner Kunstausstellung" |
| 1894 |
der "Gefesselte" wird mit dem "großen Staatspreis" ausgezeichnet. Einrichtung des Ateliers in Charlottenburg, Schillerstraße 21, im Gartenparterre |
| 1894 |
26.9. Hochzeit mit Irma Maria-Florentine Lauter (geb. 15.11.1872 Frankfurt a.M.). Das Paar bezieht in Charlottenburg eine Wohnung in der Knesebeckstraße 93; Hochzeitsreise nach Paris; Bekanntschaft mit den Werken Rodins |
| 1895 |
Italien-Reise über Genua, Florenz und Rom bis nach Neapel.
22.11. Geburt des ersten Kindes Julius (Uli).
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| 1896 |
9.7. Tod des Vaters |
| 1897 |
28.4. Geburt des zweiten Kindes Reinold |
| 1898 |
gemeinsam mit Max Liebermann, Franz Skarbina und Walter Leistikow Begründer der Berliner Seccession, deren Ausstellungen er regelmäßig beschickt |
| 1901 |
25.7. Geburt der Tochter Margot |
| 1904 |
die Familie Klimsch zieht um in die Bleibtreustraße 14 |
| 1908 |
25.12. Geburt des jüngsten Sohnes Florentin |
| 1909 |
Griechenland-Reise über Triest, Korfu, Patras, Olympia, Athen, Delphi u.a. Klimsch nimmt eine Wohnung in der Bismarckstraße 12 |
| 1910 |
Klimsch wird vom Preußischem Kultusminister zum Ordentlichen Professor ernannt. Klimsch erhält den Auftrag, für das Kronprinzensilber vier Figuren zu schaffen |
| 1911 |
im Oktober Ernennung zum Mitglied der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin |
| 1912 |
Begegnung Klimsch - Rodin in Düsseldorf anlässlich der "Großen Deutschen Kunstausstellung". Bekanntschaft mit Geheimrat Dr. Duisberg, dem Direktor der Bayer AG, Leverkusen, der in der Folgezeit Klimschs bedeutendster Mäzen wird |
| 1913 |
Klimsch tritt 1913 in die "Freie Seccession" über. In der ersten Ausstellung im Jahre 1914 zeigt er "Mädchen im Tuch" und "Statuette Gertrud Müller".
1.6. Enthüllung des "Ulanendenkmals in Saarbrücken"
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| 1916 |
Ernennung zum Senator der Preußischen Akademie der Künste |
| 1920 |
Sonderausstellung Fritz Klimsch. Freie Seccession Berlin. Sommerausstellung April - Juli 1920. Aus Anlass des 50. Geburtstages |
| 1921 |
von Arthur Kampf an die Akademische Hochschule für die bildenden Künste (Charlottenburg, Hardenbergstraße 33) berufen |
| 1924 |
Wilhelm von Bode schreibt erste Monographie über Fritz Klimsch |
| 1926 |
Fritz Klimsch. Kollektivausstellung, Preußische Akademie der Künste zu Berlin, Frühjahrs-Ausstellung Mai/Juni |
| 1930 |
Fritz Klimsch. Kollektivausstellung, Preußische Akademie der Künste zu Berlin, Frühjahrs-Ausstellung Mai/Juni |
| 1932 |
von Max Planck (Präsident der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft) in den Verwaltungsrat des Harnack-Hauses gewählt |
| 1933 |
Wirtschaftliche Gründe veranlassen Klimsch, die Wohnung im Haus Bismarckstraße 12 aufzugeben und in die Kastanienallee 18 umzuziehen. |
| 1934 |
Als Vorsteher eines Meisterateliers für Bildhauer an der Akademischen Hochschule für die bildenden Künste trotz einstimmigen Einspruchs des Senats in den Ruhestand versetzt. Auf Vorschlag Klimschs wir Richard Scheibe sein Nachfolger. |
| 1936 |
Klimsch übernimmt die Organisation der "Zweiten Jubiläums-Ausstellung aus Anlass des 150jährigen Bestehens der akademischen Ausstellungen. Berliner Bildhauer von Schlüter bis zur Gegenwart". Auftrag des Reiches für drei Figuren im Festsaal des Prinz-Friedrich-Karl-Palais´, Berlin, Wilhelmsplatz (damals Sitz des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda) |
| 1938 |
Sonderausstellung Fritz Klimsch - Plastik - 26. März bis 4. Mai,Berlin, Ausstellungsgebäude Tiergartenstraße 21a |
| 1937-39 |
Auftrag des Reiches für fünf Treppenhausfiguren in Marmor für das von Karl Friedrich Schinkel entworfene Prinz-Friedrich-Karl-Palais, Berlin, Wilhelmplatz (damals Sitz des Ministeriums für Volksaufklärung und Propaganda) |
| 1939 |
Fritz Klimsch - Ausstellung, Städtisches Moritzburgmuseum Halle |
| 1940 |
Verleihung der Goethe-Medaille zum 70. Geburtstag |
| 1941 |
Fritz Klimsch - Ausstellung, Danzig, im Stadtmuseum der Fleischergasse, Februar
Fritz Klimsch. Kollektivausstellung Juni - Juli 1941 im Hause der Ehemaligen Seccession Wien
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| 1941-42 |
Arbeit am Schillerdenkmal für die Stadt Posen. Die Endstufe des in drei Phasen entstandenen Denkmals war im Jahre 1942 vollendet und nach Posen gebracht worden. 1943 Rückführung nach Dresden (Albertinum). Klimsch bezeichnet es in seinen Erinnerungen irrtümlich als letztes Werk, das im Berliner Atelier ausgeführt wurde. |
| 1942 |
Fritz Klimsch. Sonderausstellung, Preußische Akademie der Künste Berlin, Unter den Linden 3, Frühjahrs-Ausstellung Mai - Juni |
| 1943 |
das Bildnis des Tibetforschers Sven Hedin ist die letzte Arbeit, die im Atelier in der Schillerstraße vollendet wurde. Das Atelier hat den Krieg - bis auf einige zerbrochene Glasscheiben - unbeschädigt überstanden. Schwer beschädigt wurde indes Klimschs Wohnung in der Kastanienallee. Er zieht um in die Schwarzburger Allee 1 (Protokoll der Deutschen Akademie). Letzter erhaltener Brief aus dem Atelier mit Diktatzeichen "br." (für Monika Brill) vom 10.11.1943. Am 6.2. 1944 Übersiedlung in ein Künstlererholungsheim nach Strassengel bei Graz. Am 29.5.1944 Umzug nach Salzburg. Wohnung: Johann-Wolf-Str. 1. Der ursprüngliche Plan, ein Atelier in einer Marmorwerkhalle in Adnet (südlich von Salzburg) zu errichten, lässt sich nicht realisieren. So wird in Salzburg selbst ein Provisorium eingerichtet. Dort wird die Endstufe des Mozart-Brunnens von einrückenden amerikanischen Truppen zerstört. Am 8.2.1946 müssen Fritz, Irma und Margot Klimsch als Reichsdeutsche auf Befehl von Bürgermeister Hiltmann Salzburg innerhalb von 24 Stunden verlassen. In ihrer Begleitung ist Margrit Schlömer. Zu diesem Zeitpunkt wohnen sie in einer Siedlung in Salzburg-Aigen, Baumbichelweg 10. Alle vier werden von Amerikanern nach München transportiert. Die Familie Klimsch fährt weiter nach Freiburg. Margrit Schlömer nach Düsseldorf. Bei ihrer Ankunft nimmt sich ihrer der ihnen unbekannte Dr. Julius Schwoerer an und lässt sie nach Saig bringen. |
| 1944 |
Senator der Deutschen Akademie München |
| 1948 |
Irma Klimsch stirbt in Saig |
| 1955 |
10.2. Klimsch wird Ehrenbürger von Saig. Am 10.7.verleiht der Bundespräsident Klimsch das Bundesverdienstkreuz, das dieser zurückweist. |
| 1960 |
der Bundespräsident verleiht Klimsch das Große Bundesverdienstkreuz. Am 30.3. stirbt Klimsch in einer Freiburger Klinik an den Folgen einer schweren Grippe. Am 2.4. erfolgte die Beerdigung auf dem Friedhof in Saig. |