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Galerie Ostendorff
Prinzipalmarkt 11
48143 Münster
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 A N N I    A L B E R S

1899 Anni Albers wird am 12. Juni in Berlin als Annelise Fleischmann geboren
1914 besucht sie Die Sturm Galerie in Berlin
1916 bis 1919 private Studien der Malerei mit Martin Brandenburg
1922 am Bauhaus: Vorkus bei Itten und Muche
1923 fängt sie in der Webereiwerkstatt an und wird an dem Entwurf und Umsetzung von Textilien für das experimentelle „Haus am Horn" beteiligt, das für die gleichnamige Bauhaus Ausstellung errichtet wurde
1924 erste veröffentlichte Schriften: „Bauhausweberei" erscheint in einer Ausgabe des Bauhaus Magazins „Junge Menschen". Ihr Artikel „Wohnökonomie" wird in einer Frauenzeitschirft veröffentlicht. Er preist die Idee des Bauhauses Funktion mit Design zu verbinden und im alltäglichen Leben zu etablieren
1925 heiratet Anni Josef Albers und sie ziehen mit dem Bauhaus nach Dessau
1926 bis 1927 entwirft sie Textilien und Wandbehänge. Farbillustrationen ihrer Wandteppiche werden in den Zeitschriften Offset, und in Paris in Tapis et Tissus veröffentlicht, für die Sonia Delaunay die abgebildeten Werke zusammengestellt hat
1927 nimmt Anni an Paul Klees Unterricht für Weberei teil. Sie entwirft Wandverkleidungen und Vorhänge für das Theater Café Altes in Dessau und die Vorhänge für das Theater in Oppeln
1929 im August reisen Josef und Anni Albers nach Barcelona, wo sie die Expo und das dort aufgestellte Deutsche Pavillon (von Mies van der Rohe entworfen) besichtigen. Anni entwirft eine schallabsorbierende und lichtreflektierende Wandverkleidung aus einem damals neuen Material: Cellophan. Diese wird in der Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundesschule (von Bauhaus Direktor Hannes Meyer entworfen) in Bernau bei Berlin angebracht. Für diese Arbeit erhält sie ihr Bauhaus Diplom
1931 werden ihre Textilien in der Berlin Building Exhibition gezeigt und sie wird mit dem Preis der Stadt Berlin ausgezeichnet.
1932 die Stadt Dessau beendet die Finanzierung des Bauhaus. Die Schule wird damit gezwungen, zurück nach Berlin zu ziehen. Josef und Anni Albers ziehen in eine Wohnung an der Sensburgerallee in Charlottenburg
1933 wird das Bauhaus auf Drängen der Nationalsozialisten im August geschlossen. Anni und Josef Albers werden auf Empfehlung von Philip Johnson und Edward M.M. Warburg vom New Yorker Museum of Modern Art eingeladen, an dem neu gegründeten Black Mountain College in North Carolina zu unterrichten, wo sie am 28.  November 1934 eintreffen
1935 erste der vierzehn gemeinsamen Mexiko Reisen
1936 von den Mexiko Reisen inspiriert entwirft Anni zwei monumentale Textilien: „Monte Alban" und „Ancient Writing"
1937 fährt sie nach New York, um ihr ehemaligen Bauhaus Kollegen Walter und Ise Gropius zu empfangen, die in die USA ausgewandert sind
1938 hilft Anni dem Ehepaar Gropius und Herbert Bayer Material für die Ausstellung „Bauhaus 1919-1928" im Museum of Modern Art zusammenzustellen. Für den Ausstellungkatalog schreibt sie eine Abhandlung über die Weberei
1939 werden Anni und Josef Albers US-Staatsbürger. Im Juni reisen sie nach Mexico. Annis Eltern flüchten vor den Nationalsozialisten in Deutschland und kommen mit dem Schiff in Veracruz, Mexico an, wo sie Anni und Josef Albers treffen
1941 verbringen Josef und Anni ein Jahr in New Mexico und Mexico. Eine Wanderausstellung mit von Anni Albers und dem Black Mountain College Studenten Alex Reed entworfenem Schmuck aus alltäglichen Gegenständen wird in der Willard Gallery in New York City eröffnet
1944 wird Anni von Philip Johnson beauftragt, einen Vorhangstoff für das Rockefeller Guest House in East 57th Street in New York City zu entwerfen. Aus Chenille, weißem Kunststoff und Kupfergarn webt sie einen Stoff, dessen Oberfläche bei Nacht glitzert
1946 nehmen Anni und Josef Albers eine einjährige Auszeit und reisen nach Mexiko über Canada, dem mittleren Westen, Kalifornien, Texas und New Mexico
1947 führt sie mit ihrer malerischen Weberei „La Luz" eine neue Phase ihres Schaffens ein, die sie in den kommenden zwei Jahrzehnten weiter entwickelt
1949 treten Anni und Josef Albers aus dem Lehrdienst des Black Mountain College zurück und reisen im März nach Mexico City. Im August kehren sie nach New York City zurück. Philip Johnson organisiert die Ausstellung „Anni Albers Textiles" am Museum of Modern Art, New York
1950 ziehen sie nach New Haven, Connecticut. Von Walter Gropius eingeladen, arbeitet Anni am Interieur des neuen Harvard University Graduate Center mit. Sie entwirft Textilien für Tagesdecken und Raumteiler für die Studentenwohnheime
1952 reisen Josef und Anni Albers nach Mexico und Cuba. Anni entwirft Textilien für Knoll
1953 kehren sie nach Lateinamerika zurück
1954 wird in Hawaii an der Honolulu Academy of Arts eine Ausstellung mit Anni Albers' Arbeiten gezeigt
1957 m Januar wird ihr erster Auftrag für Textilien für eine Synagoge - Bogenpaneele für Temple Emanu-El in Dallas - montiert
1959 „On Designing", eine Zusammenstellung ihrer Texte über Design und Ästhetik wird von Pellango Press in New Haven verlegt. MIT zeigt die Ausstellung „Anni Albers. Pictorial Weavings"
1961 wird Anni Albers mit dem American Institute of Architects' Craftmanship Medal ausgezeichnet.  Sie erhält einen zweiten Auftrag einer Synagoge für die Anfertigung von Bogenpanelen für Congregation B'nai Israel in Woonsocket, Rhode Island
1963 begleitet sie Josef Albers nach Los Angeles zum Tamarind Workshop für Lithographie, wo sie anfängt mit lithographischen Techniken zu experimentieren. Es entstehen „Enmeshed I" und „Enmeshed II", ihre ersten lithographischen Arbeiten
1964 Anni wird nach Tamarind als Kollege eingeladen. Das Portfolio „Line Involvements" entsteht
1965 Ihre grundlegende Abhandlung „On Weaving" wird von der Wesleyan University Press herausgegeben
1967 beendet Anni das Werk „Six Prayers", ein Gedenkwandteppich bestehend aus sechs Paneelen, ein Auftrag des Jewish Museum in New York.
1970 ziehen Anni und Josef Albers von New Haven nach Orange, Connecticut. Anni gibt die Weberei auf und beschäftigt sich von nun an mit Druckgrafik
1975 ihre Arbeiten werden im Kunstmuseum in Düsseldorf und im Bauhaus Archiv in Berlin gezeigt
1977 findet die Ausstellung „Anni Albers Prints and Drawings" im Brooklyn Museum statt
1981 wird sie mit der Goldmedaille des American Craft Council ausgezeichnet
1982 entwirft sie eine Reihe von Textilien für „Sunar"
1983 leitet sie die Eröffnung des Josef Albers Museums in Bottrop
1985 wird die Retrospektive „The Woven and Graphic Arts of Anni Albers" in der Renwick Gallery in Washington D.C. gezeigt, wonach sie in der Yale University Art Gallery präsentiert wird
1990 reist sie nach London wo sie den Ehrendoktortitel des Royal College of Art erhält
1994 stirbt Anni Albers am 9. Mai in Orange, Connecticut
Anni Albers war eine der kreativsten Weberinnen am Bauhaus. In den 50er Jahren erreichte sie durch ihre Arbeit in den USA die Anerkennung der Weberei als eine Form der Schönen Künste.