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Karel Appel
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Karel Appel

KAREL APPEL


1940-1944 studierte er aufgrund seines schon in der frühen Jugend entstandenen Wunsches, Maler zu werden, doch an der Reichsakademie für bildende Künste in Amsterdam, nachdem das "Departement von Volksvoorlichting en Kunsten" ihm ein Stipendium zugestanden hatte.
1948 gründete er mit Corneille und Constant, die er an der Reichsakademie kennen gelernt hatte und mit denen ihn mittlerweile eine tiefe Freundschaft verband, die Nederlands Experimentele Groep. Im gleichen Jahr gründete er mit weiteren Künstlern die Gruppe CoBra.
1946 hatte Appel seine erste Einzelausstellung in Het Beerenhuis in Groningen und nahm kurz darauf an einer Ausstellung Jonge Schilders (Junge Maler) im Stedelijk Museum in Amsterdam teil. In dieser Periode war er stark durch die Kunst von Picasso, Matisse und Jean Dubuffet beeinflusst. Er schuf das Wandgemälde "Fragende Kinder" in der Kantine des Stadthauses in Amsterdam. Die Empörung der Mitarbeiter und der Bevölkerung über das an Kinderzeichnungen erinnernde Bild führten dazu, dass das Gemälde 10 Jahre lang verhüllt wurde. 1951 entstand ein Fresco für das Stedelijk Museum in Amsterdam, 1959 schuf er ein Wandbild für das UNESCO-Gebäude in Paris.
ab 1950 lebte Appel in Paris.

Er versuchte immer wieder, seine Malerei mit anderen Künsten zu verbinden. So nahm er 1970 mit Merrill Sanders und Chet Baker einige Musikstücke auf, 1991 arbeitete er gemeinsam mit Allen Ginsberg und Gregory Corso an den "Poetry-Painting Series", es entstanden gemalte Gedichte. Ab 1994 entwickelte er gemeinsam mit dem Tänzer und Choreografen Min Tanaka mehrere Bühnenausstattungen für niederländische Opernhäuser. Für die Salzburger Festspiele 2006 entwirft Appel das Bühnenbild für Mozarts "Die Zauberflöte" (Regie Pierre Audi, Dirigent Riccardo Muti).

Appel lebte und arbeitete bis zu seinem Tod am 3. Mai 2006 in New York. Seine Werke zeichnen sich durch einen an Kinderzeichnungen erinnernden, groben Stil und durch die Verwendung greller Farben aus. Seine Gestalten und Tierdarstellungen weisen einen Zug ins Aggressive und Brutale auf, der sich im Verlauf der Werksentwicklung zunehmend verstärkte.


AUSZEICHNUNGEN:

• 1954 UNESCO-Preis auf der XXVII. Biennale in Venedig
• 1954 Internationaler Preis für Grafik auf der Biennal Ljubljana
• 1959 Großer Preis für Malerei auf der V. Biennale Sao Paulo
• 1960 Guggenheim-Preis für die Niederlande