| 1914 |
am 22. Februar in Aachen geboren |
| 1924 |
Eintritt in die Oberrealschule. Beginnt bereits hier zu malen |
| 1930 |
erste abstrakte Bilder. Erste Experimente mit der Technik der Collage |
| 1933 |
seine Anstrengungen zu malen werden nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten immer schwieriger. Mit Landschaftsbildern, die er an Touristen verkauft, hält sich Götz über Wasser. Der Künstler erhält wegen seiner abstrakten Spritzbilder und surrealistischen Arbeiten Mal- und Ausstellungsverbot. Karl Otto Götz wird zum Militär einberufen. Er schafft es jedoch, sich künstlerisch weiterzubilden, Kollegen zu treffen und viele nützliche Verbindungen aufzubauen. Für Götz, der vornehmlich in Norwegen stationiert war verläuft das Kriegsende glimpflich, da ein englischer Bekannter für ihn bürgt. In Dresden werden seine frühen Arbeiten ein Raub der Flammen. |
| 1945 |
im Dezember heiratet Götz seine alte Freundin Anneli Brauckmeyer. Abstrakte Kompositionen, surreale Fotoexperimente und abstrakt-gegenständliche Monotypien entstehen In den späten vierziger Jahren. |
| seit 1949 |
löst er sich ganz von der gegenständlichen Kunst und tritt als erster Deutscher der COBRA-Gruppe bei. Nach Mitbegründung der Frankfurter 'Quadriga', einer Künstlergruppe, die einen von Wols und dem Automatismus beeinflussten Tachismus vertritt, vollzieht sich 1952 eine entscheidende Wendung in Karl Otto Götz' künstlerischer Entwicklung: Die bisher noch festen Formen werden nun mittels Einsatz einer speziellen, dreistufigen Rakeltechnik durch eine dynamischere Handschrift ersetzt, die der Künstler in Zukunft beibehalten wird. Ein aufwändiger theoretischer Prozess der Bildfindung, die der Künstler oft über Jahre hinweg in Skizzen und Gouachen umsetzt, geht der praktischen Arbeit steht voran. In drei schnellen Arbeitsgängen wird dann mit dem Pinsel dunkle Farbe auf einen hellen Malgrund gesetzt und anschließend mit einem Rakel - ähnlich wie mit einem Spachtel - teilweise wieder abgetragen. Die Kontraste zwischen Hell und Dunkel werden durch Pinselzüge mit trockenem Pinsel schließlich gemildert.
In den fünfziger Jahren wandelt sich die frühe metamorphosenhafte Malweise, die Assoziationen an Insekten und Vögel weckt, zu einer metaphorischen Zeichensprache mit einer harmonischen Übereinstimmung von Farbe und Rhythmus.
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| 1948-53 |
ist Karl Otto Götz auch Herausgeber der Zeitschrift 'Meta' |
1959-79
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lehrt der Künstler als Professor an der Düsseldorfer Kunstakademie |
| seit 1975 |
lebt und arbeitet Götz in Wolfenacker im Westerwald. Der Maler zählt zu den Hauptvertretern des deutschen Informel. Er erfährt schon früh internationale Anerkennung, etwa bei der documenta II im Jahr 1959. Götz wirkt während seiner zwei Jahrzehnte dauernden Lehrtätigkeit an der Düsseldorfer Kunstakademie ab 1959 prägend auf unterschiedliche Temperamente wie HA Schult, Sigmar Polke und Gerhard Richter. |
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