DEUTSCH ENGLISH
Galerie Ostendorff
Prinzipalmarkt 11
48143 Münster
Fon
Fax
0251 57404
0251 4840344
info@ostendorff.de

Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.30-13.00 Uhr
14.00-18.30 Uhr
Sa 10.00-18.00 Uhr

Suche

Newsletter

Merkliste

Keine Bilder vorgemerkt
Wilhelm Imkamp
Drucken E-Mail

Wilhelm Imkamp

WILHELM IMKAMP Ende der 50er Jahre


1906 Am 9. März in Münster/Westfalen als Sohn eines Malermeisters geboren.
1926 Abitur an der Oberrealschule in Münster.
1926-29 Studium am Bauhaus in Dessau bei Kandinsky, Klee und Feininger.
1929 Studienaufenthalt in Paris und Widerbegegnung mit Kandinsky.
1930-39 Freischaffender Künstler in Essen/Ruhr; Portrait- und Landschaftsmalerei als Broterwerb, abstrakte Malerei aus politischen Gründen nur im Verborgenen.
1939 Heirat
1939-45 Kriegsdienst in einer Luftwaffenbaukompanie in Norddeutschland.
1944 Kurzbesuch in Paris und Wiedersehen mit Kandinsky; Zerstörung des Ateliers in Gießen durch Bomben und Verlust vieler wichtiger Bilder; Umzug nach Allendorf/Lumda.
1945 Neubeginn und alleinige Konzentration auf abstrakte Malerei; Beginn der Bekanntschaft zu dem Nervenarzt Walter Winkler, dessen Buch "Psychologie der modernen Kunst" (1949) einige Abbildungen von Werken Imkamps enthält.
1948 Umzug nach Asperg bei Stuttgart.
1949 Mitglied in der Künstlergemeinschaft "Die Schanze" in Münster.
1951 Mitglied in der Künstlervereinigung "Gruppe sw" und im Verband Bildender Künstler Württemberg.
1952-58 Tätigkeit in der Jury und Hängekommission des Stuttgarter Kunstvereins.
1953 Umzug nach Stuttgart.
1963 Bau eines Atelierhauses auf dem Stuttgarter Killesberg.
1979 Verleihung des Professorentitels durch das Land Baden-Württemberg.
1990 Wilhelm Imkamp stirbt am 1. November.

WILHELM IMKAMP im Kreise von Freunden, in der Wohnung von Ida Kerkovius, 1949.
Von links nach rechts: A. Müller, Wilhelm Imkamp, Albert Braun, Ida Kerkovius, Helene Schmidt-Nonne, Tut Schlemmer, Andreas Weininger, Fritz Winter.

Es war ein Leben ausschließlich für die Malerei, das der gebürtige Münsteraner Wilhelm Imkamp führen durfte. Ihm gelang es, sich seinen Lebenstraum zu verwirklichen, und das trotz aller Widrigkeiten, die das frühe 20. Jahrhundert mit sich brachte: Kriege, Rezession, Berufsverbot, finanzielle Not und der Verlust des Vaters noch während der Schulzeit.

Wilhelm Imkamp wählte für seine Ausbildung das Bauhaus in Dessau und entschied sich damit für das damals fortschrittlichste und für die Entwicklung der abstrakten Kunst richtungsweisende Institut in Deutschland. Die Studienzeit in Dessau (1926-29) war für ihn persönlich wie künstlerisch eine Reifezeit. Imkamp holte sich am Bauhaus eine grundsolide Ausbildung und den Sinn für Ordnung und gesetzmäßige Gestaltung, die ihm später die Sicherheit geben sollten, phantasievoll und virtuos mit Farbe und Formen zu komponieren. Vor allem war es die Auseinandersetzung mit den Werken und den Positionen seiner Lehrer Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger und Paul Klee, die fundamentale Wirkung auf Imkamps künstlerische Entwicklung nahmen.

Nach dem Zweiten Weltkriege bot Stuttgart als aufstrebende Stadt der Moderne und der Abstraktion das richtige Klima für die ungegenständliche Malerei. Der Westfale Imkamp zog 1948 zunächst nach Asperg und wohnte ab 1953 bis zu seinem Tod 1990 in Stuttgart.

Imkamps Werk ist gekennzeichnet von einer inneren Vielfalt, deren Darstellungsmöglichkeiten immer wieder von seiner eigenen Ursprünglichkeit gekennzeichnet sind. Imkamps Kunstformen erinnern an Naturformen, und für den Künstler war auch stets die Natur die größte Lehrmeisterin; erst nach ihrem gründlichen Studium konnte er sich von ihr lösen und seinen eigenen Ideen den Vorzug geben.

Wilhelm Imkamp war ein Künstler mit einer unverwechselbaren Sprache, dem es darum ging, durch die Gestaltung einer Fläche mit Farben malerische Kostbarkeiten zu entwickeln, die Freude bereiten. Unbeirrt von modischen Kunstströmungen ging er seiner Malerei nach und lebte für sie. Werke von Wilhelm Imkamp befinden sich u.a. in den Sammlungen der Kunsthalle, Bremen, dem Westfälischen Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte, Münster, dem Stadtmuseum, Münster, des Landesmuseums, Hannover, des Museums Ludwig, Köln und der Städtischen Kunstsammlung, Düsseldorf.