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Galerie Ostendorff
Prinzipalmarkt 11
48143 Münster
Fon
Fax
0251 57404
0251 4840344
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Öffnungszeiten:
Mo-Fr 9.30-13.00 Uhr
14.00-18.30 Uhr
Sa 10.00-18.00 Uhr

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J O S E F   S C H A R L

 
1896
Josef Scharl wird am 9. Dezember als zweites von vierzehn Kindern in München geboren
1910
dreieinhalbjährige Ausbildung als Dekorationsmaler an der Münchner Malerschule
1915
Eintritt in den Kriegsdienst
1918
vorübergehend gelähmt durch eine Kriegsverletzung. Studium an der Münchner Kunstakademie in den Klassen von Heinrich von Zügel und Angelo Jank
1921
verlässt er die Akademie vorzeitig, bildet sich aber autodidaktisch weiter. Er schließt sich der neuen Münchner Sezession und der Künstlervereinigung der Juryfreien an, beteiligt sich während der 20er Jahre erfolgreich an deren Ausstellungen
1922
Heirat mit Magdalena Gruber und Geburt seines Sohnes Alois
1930
erhält er den Rom-Preis. Zwischen 1930-32 reist er nach Rom und Paris, wo er die Werke der Spätimpressionisten kennenlernt. Er widmet sich politischen und sozialkritischen Themen
1933
Malverbot. Die Brüder Nierendorf aus Berlin widmen ihm eine erste Einzelausstellung, 1935 folgt die zweite. In Berlin lernt er auch Albert Einstein kennen, der ihn sowohl finanziell als auch organisatorisch unterstützt
1935
wird er in der ersten Ausstellung „Entartete Kunst“ gezeigt. Eine Einladung für eine Ausstellungsbeteiligung (mit Max Beckmann, Georg Scholz, Erich Heckel und Karl Hofer) des Museum of Modern Art in New York bestärkt ihn in seinem Vorhaben auszuwandern
1938
emigriert er über die Schweiz in die USA
1941
entsteht der freundschaftliche Briefkontakt mit Einstein, den Scharl öfter in Princeton besucht hat
1945
Karl Nierendorf verlegt die erste US-Monografie über Scharl
1947
präsentiert Nierendorf Scharls Zeichnungen zum Alten und Neuen Testament in seiner New Yorker Galerie. Wolfgang Sauerländer (Scharls engster Freund) verschafft ihm den Auftrag für den Verlag „Pantheon Books“ die Märchen der Gebrüder Grimm zu illustrieren. Der Tod Nierendorfs belastet Scharl sehr, was sich auf seine Gesundheit auswirkt
1952
wird er Bürger der Vereinigten Staaten. Reise in die Schweiz anlässlich einer Gruppenausstellung in der Genfer Galerie Georges Moos. Gesundheitlich geht es ihm besser und es entstehen viele neue Arbeiten
1954
Josef Scharl stirbt am 6. Dezember in New York nach einem Herzschlag