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Baumeister, Willi

1889
in Stuttgart geboren

1905-07
Ausbildung zum Dekorationsmaler. Beginn des Kunststudiums an der Kunstakademie Stuttgart

1907-08
Militärdienst

1908-12
Studium an der Kunstakademie Stuttgart bei Adolf Hölzel. Lernt seinen lebenslangen Freund Oskar Schlemmer kennen

1913
nach einer Paris-Reise und einer Galerie Ausstellung in Zürich Teilnahme am Ersten Deutschen Herbstsalon in der Berliner Galerie "Der Sturm", wo er Franz Marc trifft

1914
erste Einzelausstellung im Stuttgarter „Neuer Kunstsalon“. Im selben Jahr vermittelt Adolf Hölzel Baumeister, Schlemmer und Hermann Stenner den Auftrag für Wandgemälde in der Kölner Werkbundausstellung

1914
bis 1918 Kriegsdienst. Vorher Reisen nach Amsterdam, London und Paris. 1915 in Wien Bekanntschaft mit Oskar Kokoschka und den Architekten Adolf Loos

1916
Beteiligung an einer Ausstellung "„Hölzel und sein Kreis"“ im Kunstverein in Freiburg im Breisgau, die anschließend im Kunstsalon Ludwig Schames in Frankfurt am Main gezeigt wird

1918
noch vor der Entlassung aus dem Militärdienst gemeinsame Ausstellung mit Oskar Schlemmer in der Stuttgarter Galerie Schaller

1919
Aufnahme in die Berliner Künstlervereinigung „Novembergruppe“ (1918 von Hermann Max Pechstein gegründet); Zusammen mit Schlemmer und anderen Künstlern Gründung der Künstlergruppe Üecht (alemannisch: echt, wahr), die er 1921 verlässt. Erstes Bühnenbild, dem insgesamt 17 weitere folgen

1920
Beendigung sein Kunststudium, Arbeit als freier Künstler, Teilnahme an Ausstellungen in Berlin, Dresden und Hagen

1922
gemeinsame Ausstellung mit Fernand Léger bei „"Der Sturm"“

1924
Teilnahme bei der „Ersten Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung“ in Moskau

1925
Ernennung zum Sondersachverständigen für farbige Hausanstriche der Württembergischen Bauberatungsstelle; Teilnahme an der Pariser Ausstellung „L’Art d’aujourd’hui“ (Kunst heute)

Neben seiner künstlerischen Arbeit widmet er sich parallel der Gebrauchsgrafik und entwirft Anzeigen für Unternehmen, wie zum Beispiel für Bosch und DLW (Deutsche Linoleumwerke)

1926
Heirat mit Margarete Oehm, Malerin. Teilnahme an der „International Exhibition of Modern Art“ in New York

1927
Einzelausstellung in Paris. Beteiligung an der „Großen Berliner Kunstausstellung“ (mit eigenem Raum), Bekanntschaft mit Kasimir Malewitsch

Mitglied im „"ring neuer werbegestalter"“ (Vorsitzender ist Kurt Schwitters)

Berufung an die Frankfurter Kunstgewerbeschule, die spätere Städelschule, wo 1928 an die Klasse für Gebrauchsgrafik, Typographie und Stoffdruck leitet. Tochter Krista wird in diesem Jahr geboren

1929
Berufung an das Bauhaus in Dessau, die er jedoch absagt

1930
tritt der Künstlervereinigung „"Cercle et Carré“" bei und erhält im selben Jahr den Württembergischen Staatspreis für das Gemälde „Linienfigur“

1933
wird in Folge der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten als Professor an der Kunstgewerbeschule entlassen. Es folgen Reisen in die Schweiz, nach Italien und Frankreich. Im selben Jahr wird seine Tochter Felicitas geboren

1936
lernt er durch die Vermittlung des Wuppertaler Architekten Heinz Rasch – mit dem er seit der Zusammenarbeit bei der Bauausstellung 1924 in Stuttgart befreundet ist – Dr. Kurt Herberts, Inhaber einer Wuppertaler Lackfabrik kennen und arbeitet ab 1937 in dessen Unternehmen neben u.a. Georg Muche und Oskar Schlemmer

In diesem Jahr werden fünf seiner Werke in der nationalsozialistischen Ausstellung „"Entartete Kunst"“ gezeigt, bis 1941 ein Mal- und Ausstellungsverbot der Reichskammer der bildenden Künste ergeht.Trotz des Verbotes und stetiger Überwachung arbeitet er parallel zu seiner Tätigkeit in der Lackfabrik Herberts an seinem künstlerischen Werk. Zahlreiche Ausstellungen im europäischen Ausland.

1943
Umzug  nach Urach an der Schwäbischen Alb, da sein Haus in Stuttgart sowie auch in Wuppertal von Bombenangriffen schwer beschädigt sind

1945
Abschlussarbeiten an seinem 1943/44 entstandenen Manuskript "„Das Unbekannte in der Kunst"“, das 1947 publiziert wird

1946
Berufung an die Stuttgarter Kunstakademie zur Leitung der Klasse für Dekorative Malerei

1947
Wiederbeginn der Ausstellungstätigkeit

1948
Teilnahme an der Biennale von Venedig

1949
Mitbegründer der Künstlergruppe "„Gegenstandslose“", die 1950 unter dem Namen „"ZEN 49"“ erstmals ausstellt. Begegnung mit Fritz Winter, Ernst Wilhelm Nay und vielen anderen, die sich in der bildenden Kunst nach dem Ende von Krieg und Diktatur in Deutschland für einen Neuanfang und den Anschluss an internationale Entwicklungen engagieren

1950
Teilnahme am „"Ersten Darmstädter Gespräch"“ anlässlich der Ausstellung „"Das Menschenbild in unserer Zeit"“. Baumeister verteidigt die moderne Kunst gegen die These von Hans Sedlmayr vom "„Verlust der Mitte"“

1955
scheidet an der Stuttgarter Kunstakademie aus (Emeritierung), erhält allerdings noch einen Lehrauftrag für das folgende Semester. Am 31. August stirbt er mit dem Pinsel in der Hand vor seiner Staffelei sitzend in seinem Atelier in Stuttgart. 

 

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Willi_Baumeister