Merkliste

Keine Werke vorgemerkt

Bergkemper, Bernd

Bergkempers Tierplastiken wirken primär über ihre geformte Materialität, den glatten, in der Regel dunklen Stein. Das Dargestellte ordnet sich ihr unter. Den Künstler interessiert in erster Linie der Werkstoff als Träger seiner Vorstellungen von Form und Inhalt eines Lebewesens. Seine Beziehung zum dargestellten Tier ist zwar zentral - aber distanziert. Das ermöglicht ihm es auf eine typische, wesenhafte, verallgemeinernde Art zu gestalten. Der Künstler hält selbst keine Tiere sondern beobachtet sie, hauptsächlich im Film. Er kennt ihre Lebensweise, vor allem aber ihre Formen und Bewegungen. Dieses Wissen kristallisiert sich gedanklich und wird direkt in einem Tonmodell festgehalten. Es gibt keine detaillierten Vorzeichnungen, deshalb ist die Plastik letztlich nicht ein abstrahiertes Tier, sondern die Abstraktion eines Tieres. Es entsteht kein verniedlichtes Bild eines vermenschlichten Wesens, sondern die objektivierte Darstellung einer anderen Spezies.