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Keine Werke vorgemerkt

Masi, Oliviero

"Jahr für Jahr verfolge ich die Jahreszeiten in ihrem unendlichen Wechselspiel. Ich gehe durch Felder und Wälder, fahre über Straßen, die sich wie ein Spinnennetz über die Landschaft legen, beobachte, wie das Korn wächst, sehe die Maisfelder blühen, den graublauen Roggen leicht hin und her wippen, die Mohnblumen, die die Straßenränder rot färben und sich in den Wäldern wiegen, zusammen mit Margariten Kamille und Brennesseln. Grünbraune Pappelreihen, gepflegte Äcker aufgeworfene Erdschollen. Ich habe gemalt, gezeichnet an Tagen an denen es heiß und trocken war, am Morgen noch feucht vom Tau, dunkle Sonnenuntergänge, eintönige Tage, unruhige Himmel."

"Ich habe dieses magische Wechselspiel immer wieder beobachtet. Kein Ort, kein Tag ist wie der andere und immer wieder gibt es einen Vorwand für ein neues Bild, eine neue Zeichnung, eine neue Radierung. Erscheinungen, die ich ausspioniert habe, immer dabei die Fähigkeit zu sehen, zu lesen. Unterschiede wahrzunehmen, auf die Probe zu stellen. Die gleichen Orte, die gleichen Dinge so unvoreingenommen zu malen wie beim ersten Mal. So habe ich mich als Maler der Landschaft, der Blumen wiedergefunden."

"Alles was von den Augen neugierig betrachtet wurde, in das ich mich mit der Seele hineinversetzt habe, wurde in Farben, Formen, Zeichen übersetzt, eingeschlossen in Oberflächen, die auf ihre Weise erzählen. Auf der Suche nach der unerklärlichen Identität der geheimnisvollen Seele die Ihnen Stärke, Schönheit und das Gefühl gibt, das, was letztlich das Leben lebenswert und außergewöhnlich macht. Ein Leben als Maler, der malt, um das was er sieht kennen zu lernen und einen Teil von sich selbst wiederzufinden."