1904
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Am 11. Mai wird Salvador Dalí in Figueras, Spanien geboren. Schon sehr früh zeigt er ein außergewöhnliches Zeichentalent. |
| 1918 |
Bei einer Ausstellung im Stadttheater von Figueras finden seine ersten Bilder die Beachtung der Kritiker |
| 1919 |
Er veröffentlicht in Lokalzeitschriften mehrere Artikel über die großen Meister der Malerei und "Quand les bruits s' endorment", Gedichte. |
| 1921 |
Im Februar stirbt Dalís Mutter. Der Verlust des Menschen, der ihm am meisten auf der Welt bedeutet hat, schmerzt ihn tief: "Ich mußte es zu Ruhm bringen", schreibt er später, "um mich für die Kränkung zu rächen, die der Tod meiner Mutter, die ich so hingebungsvoll verehrte, für mich bedeutete". |
| 1923 |
Dalí ist von seinen Lehrern enttäuscht. Sie befinden sich noch in einem Stadium, das er bereits hinter sich gelassen hat. Ihn dürstet nach Neuerungen, und sie bringen ihm nicht die Art von Klassizismus bei, nach der er sucht. Nachdem Dalí die Kompetenz seiner Professoren aufs schärfste bestreitet und damit Unruhen an der Hochschule auslöst, wird er für ein Jahr von der Schule verwiesen. So kehrt er also nach Cadaques zurück, wo man ihm wegen seiner Koteletten den Spitznamen "Senor Patillas" gibt; schon von weitem ist seine Gestalt zu erkennen, denn er trägt alle seine Pinsel um die Taille. Er malt bis zu fünf Bilder am Tag. |
| 1925 |
Dalí verbringt die Ferien mit Lorca in Cadaques. Im November hat er seine erste Einzelausstellung in der Galerie Dalman, Barcelona. |
| 1926 |
Dalí reist zum erstenmal nach Paris. Ihm zufolge steht der Aufenthalt im Zeichen von drei wichtigen Besuchen: in Versailles, im Musée Grénin und bei Picasso. "Als ich bei Picasso ankam, war ich so tief bewegt und voller Respekt, als hätte ich eine Audienz beim Papst". Im Oktober wird er endgültig von der Madrider Kunsthochschule verwiesen. |
| 1927 |
Von Februar bis Oktober leistet er seinen Militärdienst ab. Er veröffentlicht "Der heilige Sabastian" und entwickelt die Ästetik der Objektivität. |
| 1928 |
Mit Lluis Montanyá und Sebastiá Gasch schreibt er "Das Gelbe Manifest". |
| 1929 |
Bunuel und Dalí drehen den Film "Ein andalusischer Hund". In der Art der automatischen Schreibweise, wie sie die Surrealisten propagieren, reihen die beiden Freunde in ihrem Film jeweils ihre eigenen Phantasiebilder aneinader. Sie machen eine einzige, sehr einfache Regel - der Dalí auch in Zukunft treu bleiben wird - zur Grundlage ihrer gemeinsamen Arbeit: keine Idee, kein Bild zu verwenden, das Anlaß zu einer rationalen, psychologischen oder kulturellen Erklärung geben könnte. Sie wollen das Tor zum Irrationalen öffnen und nur solche Bilder zulassen, die überwältigen, ohne nach dem Warum zu fragen. |
| 1931 |
Bei den "Editions Surréalistes" erscheint "Liebe und Gedächtnis". |
| 1932 |
Dalí nimmt an der ersten Ausstellung von Surrealisten in den USA teil. Er schreibt "Babanouo", das Drehbuch zu einem Film, der nie realisiert wurde. Es kommt zur Gründung der Sammlergruppe "Zodiaque", die ihm regelmäßig Werke abkauft. |
| 1933 |
In der Zeitschrift "Minotaure" veröffentlicht er den Artikel "Von der schaurigen und eßbaren Schönheit, von der Jungenstilarchitektur" und reaktiviert so das Interesse an der Ästhetik der Jahrhundertwende. |
| 1934 |
Anläßlich der Ausstellung des Bildes "Das Rätsel Wilhelm Tells" kommt es zu Auseinandersetzungen mit den Surrealisten. Dalís Ausstellung in New York erlebt einen triumphalen Erfolg. |
| 1936 |
In Spanien bricht der Bürgerkrieg aus. Bei einem Vortrag anläßlich der Surrealisten-Ausstellung in London entgeht Dalí nur knapp dem Erstickungstod in einem Taucheranzug. Im Dezember erscheint er auf der Titelseite der Zeitschrift "Time". |
| 1937 |
Im Juli malt und schreibt er parallel Metamorphose des Naziß, eine umfassende Anwendung der paranoisch-kritischen Methode. Er wird wegen unpassender Äußerungen über Hitler von der Surrealisten Gruppe verurteilt. |
| 1938 |
Dalí nimmt an der Internationalen Surrealisten-Ausstellung in Paris teil (Januar). Er besucht Freud in London (Juli) und zeichnet mehrere Porträts von ihm. |
| 1939 |
Endgültiger Bruch mit den Surrealisten. In den USA veröffentlicht Dalí die "Unabhängigkeitserklärung der Phantasie und Erklärung der Rechte des Menschen auf seine Verrücktheit". |
| 1940 |
Nach einem kurzen Abstecher nach Paris kehren Dalí und Gala nach New York zurück, wo sie bis 1948 im Exil leben |
| 1941 |
Ausstellung Dalí-Miro im Museum of Modern Art, New York |
| 1942 |
In den USA erscheint das Buch "Das geheime Leben des Salvador Dalí |
| 1946 |
Dalí zeichnet mehrere Entwürfe für ein Trickfilmprojekt mit Walt Disney. Er entwirft Kulissen für den Film "Spellbound" (Ich kämpfe um Dich") von Alfred Hitchcock. |
| 1949 |
Dalí und Gala kehren nach Europa zuück. Er malt die Bilderfolge der Madonna von Port Lligat. |
| 1951 |
Er veröffentlicht sein "Mystisches Manifest" und beginnt seine korpuskulare Periode. |
| 1952 |
Ausstellungen in Rom und Venedig. |
| 1953 |
Triumphaler Vortrag an der Sorbonne über "Die phänomenologischen Aspekt der paranoisch-kritischen Methode |
| 1958 |
Bei einem Happening präsentiert Dalí am 12. Mai im Theâtre de l' Etoile in Paris ein 15 Meter langes Brot |
| 1960 |
Er malt großformatige mystische Bilder wie "Das ökonomische Konzil" |
| 1971 |
Eröffnung des Dalí Museums, Cleveland (Ohio), das 1982 nach Saint Petersburg (Florida) verlegt wurde. |
| 1982 |
Am 10. Juni stirbt Gala. Im Juli wird Dalí der Titel Marquis de Pubol verliehen; er lebt von nun an in dem Schloß Pubol, das er Gala geschenkt hatte. |
| 1983 |
Kreation des Parfüms "Dalí". In Madrid wird eine bedeutende Dalí-Retrospektive gezeigt, die anschließend nach Barcelona geht. Im Mai malt Dalí sein letztes Bild "Der Schwalbenschwanz". |
| 1984 |
Dalí erleidet bei einem Zimmerbrand im Schloß Pubol schwere Brandverletzungen. Robert Descharnes veröffentlicht "Dalí - die Eroberung des Irrationalen. Sein Werk - sein Leben". |
| 1989 |
Am 23. Januar stirbt Dalí an Herzversagen im Torre Galatea. Er wird auf seinen Wunsch in der Krypta seines Theater-Museums in Figueras beigesetzt. Er vermacht in seinem Testament sein gesamtes Vermögen und sein Werk dem spanischen Staat. |