Paul Jenkins
BIOGRAFIE
1923
in Kansas City, Missouri, geboren
1937-42
Studium am Kansas City Art Institute, wo er mit Keramikarbeiten experimentiert und sich von asiatischen Bildwelten faszinieren lässt.
1943-45
Dienst in der Armee
1943-45
Wiederaufnahme des Studiums an der Art Students League in New York
Bekanntschaft mit Mark Rothko, Jackson Pollock, Barnett Newman und Mark Tobey
1951
erstes Bild aus verlaufenden Farben
ab 1953
längerer Aufenthalt in Europa: Italien, Spanien und vor allem auch in Paris
erste „Schüttbilder“ entstehen
1955
Rückkehr nach Amerika, wo er erstmals an Ausstellungen teilnimmt
behält sein Studio in Paris
1956
erste Einzelausstellung seiner Gemälde und Aquarelle in der Martha Jackson Gallery in New York
1964
Teilnahme an der documenta III in Kassel in der Abteilung Malerei.
In den 1960er Jahren perfektioniert er seine Arbeitsweise. Die Leinwände erhalten eine weiße Acrylgrundierung. Sie schützen den Stoff und erzeugen zugleich eine intensivere Leuchtkraft der Farbformen.
Mitte der 60er Jahre
längere Aufenthalte in Japan, Indien und Russland.
Zweite Hälfte der 1960er Jahre
die Gemälde werden stärker von Weiß und Grautönen dominiert
1970er Jahre
Aquarelle und größere Skulpturprojekte
1972
erste amerikanische Retrospektive im San Franscisco Museum of Modern Art
1979
erstmals Auftrag dickerer, pastoser Farbschichten auf Leinwände, die bisher immer nur mit einer hauchdünnen Pigmentschicht überstrichen waren.
1983
in der Werkgruppe "Anatomy of a cloud" führt er Collagen, Gemälde und Bronzen aus den 1970er Jahren zusammen. Jetzt wird sie in Buchform veröffentlicht.
Ende der 1980er
öffentliche Aufträge für repräsentative Arbeiten auf der ganzen Welt, ein Theaterstück und Lithographien entstehen.
2012
stirbt in New York City
Paul Jenkins zählt zu den prominentesten Malern der sogenannten zweiten Generation des amerikanischen abstrakten Expressionismus. Sein anhaltendes Interesse an östlichen Religionen und Philosophien, haben sowohl seine Ästhetik als auch sein Leben geprägt.Im Umfeld von Mark Rothko, Jackson Pollock und Mark Tobey findet er Anfang der 50er Jahre zu einer eigenen Gestaltungstechnik: Bildbestimmend wird ein kontrolliertes Gießen von Farbe und die gezielte Steuerung der so entstehenden Fließbewegung durch Kippen und Neigen des Bildträgers. In den 1950er Jahren entwickelt er seine unverwechselbare "Phenomena"- Serie.
Seine Werke sind in bedeutenden Museen wie zum Beispiel dem Museum of Modern Art in New York, in Paris im Centre Pompidou und der Tate Modern in London zu sehen.

