Unsere aktuelle Ausstellung:

FRENCH CONNECTION | Positionen der Optical Art gestern und heute

Nacht der Museen und Galerien: 03.09.2022, 12.00-24.00 Uhr

Ausstellungsdauer: 03.-24.09.2022

Gezeigt werden Gemälde, Graphik und Objekte, die die Op-Art begründet, sie geprägt haben oder in ihrer Tradition entstanden sind.

Mit geometrischen Formen werden verblüffende optische Effekte erreicht, die zum Beispiel Räumlichkeit imitieren oder Bewegung suggerieren. Neben jüngsten Werken von LADY M (1981 geb.) und Sébastien Preschoux (1974 geb.) – beide leben und arbeiten in Paris - werden Werke von Victor Vasarely (1906-1997), Carlos Cruz-Diez (1923-2019), Yaacov Agam (1928 geb.), Jean Gorin (1899-1981), Geneviève Claisse (1935-2018), Almir Mavignier (1925-2018) und Nicolas Schöffer (1911-1992) zu sehen sein.

Farbig sprühende, abstrakte Sphären ziehen den Betrachter in ihren Bann… In den Gemälden von Preschoux und Lady M. erschaffen exakt parallel verlaufende, dünne Farb-Linien und - Flächen ästhetische Bildräume. Auch aufgrund der intensiven Farbigkeit scheinen sie lebendig und voller Energie zu sein.

Durch den spielerischen Umgang mit perspektivischen Darstellungsmöglichkeiten lässt Lady M Bildwelten mit enormer Tiefenwirkung entstehen, in denen runde oder ovale Elemente zu tanzen oder zu schweben scheinen. In einer zweiten Werkgruppe sind in transparent wirkenden Schichten organisch geformte Elemente auf- und ineinander geschoben und anschließend durchgängig von parallel senkrecht verlaufenden, geraden Farbstreifen überzogen: ein flirrendes, räumlich undurchschaubares Ganzes.

Bildimmanente Räumlichkeit und ein exaktes Liniennetz sind auch für die Werke von Sébastien Preschoux bestimmend. Bei ihm sind die zarten Linien geschwungen und finden sich zu runden oder elliptisch geformten Körpern zusammen, die schillernd in ihrer intensiven, kontrastreichen Farbigkeit vor meist schwarzem Hintergrund schweben und leuchten.

Die malerische Konstitution einer illusionierten Räumlichkeit mittels rein abstrakter, reduzierter Formen und der „Flimmereffekt“ verweisen auf eine der wichtigsten Kunstrichtungen v.a. der 60 Jahre des 20. Jahrhunderts, die Optical Art.

Lassen Sie sich in abstrakte, sehr ästhetische Welten entführen!

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