Otto Modersohn

1865
in Soest geboren

1874
Umzug nach Münster, dort Reifeprüfung am Paulinum

1884 - 1888
Studium an der Akademie in Düsseldorf bei Dücker

Unzufriedenheit mit der dortigen Lehre und Ausbildung, zahlreiche Bilder und Studien entstehen im Stil der Plein-Air-Malerei/ Schule von Barbizon in den Semesterferien in Münster und Soest

1888/ 1889
kurz an der Akademie in Karlsruhe bei Hermann Baisch, dann aber die Entscheidung zur Abkehr vom akademischen Lehrbetrieb, weil er andere Ziele verfolgt: „Ich will ein Stimmungslandschafter von naturalistischer Kraft und Tiefe werden.“ (Bohlmann-Modersohn, S. 33)

1889
nach Aufforderung von Fritz Mackensen den Sommer über mit ihm zum ersten Mal in Worpswede. Im August gesellt sich Hans am Ende hinzu. Ende August fällt die Entscheidung, dauerhaft in Worpswede zu bleiben

1893
Fritz Overbeck, ehemaliger Kommilitone aus Düsseldorf, kommt nach Worpswede

1894
Heinrich Vogeler, bei dem Overbeck im Atelier gearbeitet hatte, schließt sich den Worpsweder Künstlern an

1895
erste Gruppenausstellung der „Worpsweder“ in der Bremer Kunsthalle,
anschließend eigener Saal bei der „Internationalen Glaspalastausstellung München 1895“, ein erster unerwarteter großer Erfolg für Modersohn. Sein großformatiges Gemälde „Sturm im Teufelsmoor“ wird von der Neuen Pinakothek in München angekauft. Seit dem 22. August 1938 gilt es als verschollen.

1897
Gründung der Malergruppe “Künstlervereinigung Worpswede“

1896
erster Ausflug mit Fritz Overbeck nach Fischerhude

1898
erste Begegnung mit Paula Becker

1899
Austritt aus der „Künstlervereinigung Worpswede“, um der ‚persönlichen, individuellen Freiheit‘ willen

1900-1907
gemeinsame Zeit mit Paula Modersohn-Becker, nach deren Tod 1907 er nach Fischerhude zog

1930 - 1936
Kauf eines alten Bauernhauses in Gailenberg bei Bad Hindelang im Allgäu, wo er die Sommer verbringt.

1936
urch Netzhautablösung Erblindung auf dem rechten Auge. Er malt bis an sein Lebensende nur noch in seiner Fischerhuder Atelierwohnung.

1940
Verleihung der Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft

1942
auf Betreiben des Referenten für Bildende Kunst im Reichspropagandaministerium Rolf Hetsch wird er zum Professor h. c. ernannt

1943
in Rotenburg, Wümme gestorben