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Malfer, Mario

Malfer überschreitet mit seiner Darstellung die sinnliche Gewissheit der im Augenblick wahrgenommenen Wirklichkeit und sucht das Wesen einer Landschaft zu erfassen. Dieses Wesen einer Landschaft lässt sich möglicherweise mit dem Begriff "Aura" treffend bezeichnen.

Die Landschaft ist nicht nur das was sie ist, sondern auch das was sie war, die Erinnerung oder die Vorstellung. Manchmal, wie beispielsweise in der Arbeit "Paessagio della memoria", sind auch Ammoniten und andere aus der Erdgeschichte stammende Fossilien dargestellt. Es scheint, als wolle der Künstler auch diese in der Erde verborgenen Gegenstände auf die Zeitlichkeit, der alles Seiende unterliegt, hinweisen. (Dr. Helmut Orpel)

Malfer wählt eine Darstellungsweise, die das Sujet über den Augenblick hinaus intuitiv präsentiert. Die geschichtsträchtige, norditalienische Landschaft entsteht also vor unseren Augen als überzeitliche Totalität. Malfer pflegt somit eine transzendentale Malerei, für die der Augenblick der Wahrnehmung die erste Station einer Reise bildet, in deren Verlauf sich das imposante Spiel der Phantasie entfaltet. Auf diese Weise führt uns der Künstler vor Augen, dass jeder wahrgenommene Eindruck stets mehrdeutig ist und sich überlagert mit anderen Bildern aus der Erinnerung. (Dr. Helmut Orpel)